Da Herrchen momentan und in den nächsten Wochen arbeitsbedingt mehrere Tage lang außerhalb Dresdens unterwegs ist und sein wird, bleiben alle Gassi-Runden an mir hängen: Morgens, mittags und abends! Ich mache das gerne, keine Frage. Schließlich ist Amy ursprünglich mein Hund gewesen. Herrchen ist etwa vor einem knappen Jahr ins Rudel aufgenommen worden und hat Amy umgehend adoptiert. Seitdem übernimmt er (freiwillig!) ein bis zwei Gassi-Runden täglich. Vorallem den morgendlichen Gang an die Elbe nimmt er mir meist ab und verhilft mir damit zu einer halben Stunde mehr Schlaf.
Auf einmal doppelt so viel Zeit für unsere Fellnase aufzubringen, ist definitiv eine Umstellung. Konkret heißt das für mich früher aufstehen, damit Amy ihr Morgen-Geschäft verrichten und bestenfalls noch ein bisschen mit den anderen Elbhunden spielen kann. Dafür sind etwa 30 Minuten eingeplant, die sich vor meinem Arbeitsbeginn um 8:45 Uhr abspielen. In der Mittagspause gehen wir wieder an die Elbwiesen, dieses Mal für eine dreiviertel Stunde. Nach der Arbeit bleibt dann etwas mehr Zeit zum Skaten, Joggen oder für ausgedehnte Spaziergänge. Somit kommen wir unter der Woche auf ein tägliches Gassi-Pensum von reichlich zwei bis drei Stunden. Damit ist Amy ganz gut ausgelastet. Und Zuhause wird ja auch noch ein bisschen gespielt und gestreichelt.
So gern ich Herrchen in unserer Nähe habe, so hat es überraschenderweise auch sein Gutes, dass er temporär auswärts arbeitet: Die Zeit, die Amy und ich zu zweit verbringen, stärkt die Frauchen-Hündin-Bindung ungemein. Was nicht heißen soll, dass Amy - genau wie Frauchen - nicht total austickt, wenn sie Herrchen nach mehrtägiger Abstinenz wiedersieht. Bis es wieder so weit ist, machen wir das Beste aus unserer Zeit zu zweit.
Wir Frauen unter uns kommen ziemlich gut klar. Zeitmanagement ist eben alles! Zum Beispiel werden die meisten Treffen mit Freunden, auch mit denen ohne Hund, an die Elbe verlegt oder mit einem Spaziergang verbunden. So hatte Amy auch etwas davon. Und Frauchen lernt, ihren Tag effektiv zu strukturieren, was eine gute Vorbereitung auf spätere Verpflichtungen sein könnte. Einen Hund in sein Leben aufzunehmen, bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Ich sehe das nicht als Einschränkung, sondern als Bereicherung an. Denn Amy bereitet mir so viel Freude, wie es ein Mensch kaum schaffen kann.
Zusammen ist man weniger allein!
Amy's Frauchen
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