Nass, kalt, windig – im Herbst ist es nicht immer ein Vergnügen, mit dem Hund raus zu gehen. Selbst Amy würde manchmal am liebsten auf der Türschwelle umdrehen und sich zurück in die wohlig warme Wohnung begeben. Ab und zu läuft sie regelrecht vor mir weg, wenn ich zu Leine und Halsband greife, um sich im Schlafzimmer, den Kopf unter’s Bett gesteckt, zu verkriechen. Dieser Mimosen-Hund... Bei dem dicken Fell sollte ihr ein bisschen Regen nicht wirklich etwas ausmachen.
Denn wenn man sich erst zu einem Spaziergang aufgerafft hat, ist es wundervoll an der frischen Luft: Herrlich herbstlich eben! Vorausgesetzt man hat sich wind- und wasserfest eingepackt.
Neben nassen Füßen drohen auch noch andere Gefahr im herbstlichen Blätterwald. Diese Erfahrung musste ich gestern machen. In der Dresdner Heide – es stürmte gerade sehr – brach fünf Meter vor uns ein großer Ast vom Baum und fiel direkt auf den Weg. Amy sprang verschreckt zur Seite, mehr ist zum Glück nicht passiert. Sicherheitshalber trat ich daraufhin den Rücktritt an, warnten noch zwei vorbei joggende Teenager vor der Gefahr und kurz darauf hellte sich der Himmel auf und der Herbst zeigte sich von seiner schönsten Seite: mild und freundlich, farbenfroh und schön.
Jede Jahreszeit hat etwas Gutes. Auch der Herbst. Ich mag den Herbst.
Amy's Frauchen
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