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dogshit.

Aus dem Leben eines Hundemenschen: Die Erlebnisse mit meiner Hündin Amy im wunderschönen Dresden, gepimpt mit ein wenig Hundehalbwissen, Tipps und Tricks sowie reichlich Herzblut, stehen im Mittelpunkt dieses Blogs. Die Beiträge sollen zum Schmunzeln, Nachdenken oder Kommentieren anregen. Ich lasse dich an meinem Hundeleben teilhaben - lass du mich wissen, was du darüber denkst. Für Frauchen und Herrchen aus Dresden und der Welt, für Freunde und Interessierte, für Hundemenschen wie dich und mich. Hier bist du richtig. Willkommen bei dogshit.

Für Hundemenschen wie dich und mich.


Wie ich zum Hundemenschen wurde

Veröffentlicht von Katrin auf 27. Oktober 2012, 20:10pm

Kategorien: #allgemein

Der letzte Besuch meiner Eltern ließ mich etwas Grundsätzliches erkennen: Ich bin in einem Katzenhaushalt aufgewachsen. Zu dieser Einsicht kam ich unweigerlich beim Blick in die elterliche Holzschrankwand. Zwischen Vase, CDs und Musikanlage sitzt in jedem Fach eine Katzenfigur, ganz oben aus schwarzem Stein, in der Mitte und unten aus bemaltem Holz. Ich möchte hier nicht über unterschiedliche Einrichtungsgeschmäcker diskutieren. Es geht mir allein um die Botschaft, die die katzenlastige Schrankwand-Deko meiner Eltern übermittelt:

HIER WOHNEN KATZENLIEBHABER!

Natürlich, ganz klar, meine Eltern sind Katzenmenschen! Auch wenn sie momentan katzenlos sind. Was allerdings eher an der vielbefahrer Bundesstraße in der Nähe ihres Wohnhauses liegt, auf der schon etliche Stubentiger ihr Leben lassen mussten, als an Gründen der Unabhängigkeit, wie sie immer behaupten: "Wenn wir mal verreisen wollen, müssen wir immer erst jemanden fragen, ob er die Katze füttert. Ohne Katze können wir einfach wegfahren, wann wir wollen." Ich wage die Prognose, dass spätestens im nächsten Frühjahr wieder ein "Simon" - so heißen die Kater meiner Eltern üblicherweise - durch Haus und Garten streift. Amy würde sich freuen. Denn wo eine Katze ist, ist auch das Katzenfutter nicht weit. Hoffnungsvoll inspiziert sie bei jedem Heimatbesuch zuerst den elterlichen Keller, wo noch vor einem halben Jahr der Futternapf für Kater Simon stand.

Meine Eltern sind also Katzenmenschen, ganz anders als ich. Wie konnte ich in dieser Umgebung bloß zum Hundemenschen werden?

Als Kind hatte ich Wellensittiche, Katzen, Meerschweinchen, die ich auch wirklich sehr mochte, und spielte mit den Hühnern meiner Oma und mit Rex (†), dem Hund meines Onkels. Ein mittelgroßer Mischling, schwarzmarken mit vollem Fell; ein guter Hund, leider nicht zu fremden Kindern. Beim Gassi gehen zog er so sehr an der Leine, dass er eher mich führte als ich ihn und Befehlen gehorchte er auch nur sporadisch. Er hatte es eben nicht besser gelernt und trotzdem war er, neben meiner besten Freundin Kerstin, mein liebster Spielkamerad in Kindertagen. Einen eigenen Hund bekam ich allerdings nie, so sehr ich ihn mir auch wünschte.

Zufällig fiel mir beim Ausrangieren alter Schulunterlagen eine Aufzeichnung aus der fünften Klasse in die Hände. Wir sollten beschreiben, wer wir sind. Ich zitiere mein jüngeres Ich:

"... Außerdem bin ich sehr tierlieb. Bis vor Kurzem hatten wir noch eine Katze. Doch da die jetzt tot ist, haben wir nur noch Fische. Fische sind langweilige Tiere. Am liebsten hätte ich einen Hund, aber meine Eltern, besonders meine Mutter, sind dagegen."

Tatsache ist, ich wollte schon immer einen Hund und habe mir diesen Kindheitstraum mit 26 Jahren - entgegen aller Meinungen: man würder sich durch einen Hund zu sehr einschränken und alles wäre furchtbar umständlich und viel zu teuer - endlich selbst erfüllt. 15 Jahre nachdem ich diese Zeilen verfasst habe. Und ich bin überglücklich mit der Entscheidung, Verantwortung für meine Amy zu übernehmen, nun schon seit zwei Jahren. Sicherlich haben Kritiker recht, wenn sie sagen, dass man als Hundehalter eine gewisse Pflicht eingeht und zweifelsohne kostet ein Hund Geld, aber die Freude und Treue, die der eigene Hund seiner Familie schenkt, wiegt all die Kosten und Mühen tausendfach wieder auf.

Wieso ich in einer von Katzen dominierten Umgebung zum Hundemensch geworden bin, weiß ich auch nicht. Vielleicht war es eine Trotzreaktion oder ich bin genetisch dazu veranlagt, Hunde zu lieben. Beispielsweise schaue ich auf der Straße jedem Hund nach, aber kaum einem gutaussehenden Mann. Das passiert ganz automatisch. Es interessier mich einfach, welcher Rasse oder Mischung der Hund angehört, wie er heißt, was er kann und überhaupt alles. Ich bin ein Hundemensch durch und durch. Was nicht heißen soll, dass ich keine Katzen mag, aber sie sind eben keine Hunde.

Viele Grüße an alle Hundemenschen

Amy's Frauchen

Die von Katzenfiguren besudelte Schrankwand meiner Eltern

Die von Katzenfiguren besudelte Schrankwand meiner Eltern

Das Dokument aus Schulzeiten: "Wer bist du?"

Das Dokument aus Schulzeiten: "Wer bist du?"

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